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[SneakPreview] Renn, wenn du kannst 12. Juli 2010

Posted by waldfeeee in SneakPreview.
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Titel: Renn, wenn du kannst
Originaltitel: –

Produktionsland: D
Regie: Dietrich Brüggemann
Drehbuch: Dietrich und Anna Brüggemann
Musik: ?

Kinostart: 29. Juli, 2010
Trailer: youtube.com
Länge: 116 Min
FSK: ab 12 Jahren
Meine Wertung:

Worum geht es?
Ben (Robert Gwisdek) sitzt seit einem Unfall vor sieben Jahren im Rollstuhl. Dieser Schicksalsschlag hat aus ihm einen zynischen Tyrannen gemacht, der seine Mutter aus der Wohnung wirft und seinen neuen Zivi Christian (Jacob Matschenz) schikaniert, der diese Zynismen jedoch an sich abprallen lässt. Zusammen lernen die beiden die Cellistin Annika (Anna Brüggemann) kennen und werden Freunde – bis sie sich verlieben. Annika kann sich zwischen ihnen nicht entscheiden und teilt ihre Gunst unter ihnen auf. Für Ben wird es eine ungewohnte Situation, da er seine wahren Gefühle hinter seinem Zynismus versteckt.

Feeling in der Sneak Preview?
Da Deutschland gerade verloren hatte, und somit auch die Aussicht auf den Weltmeistertitel, war es wohl im Kino ein wenig leerer. Die Stimmung war jedoch trotzdem gut. Vielleicht lag dies aber auch an den heiteren Menschen neben uns, die sich schon bei verschiedenen Vorschauen von Komödien vor Lachen nicht mehr einkriegten. Und entgegen der Hoffnung einer Freundin, die von der lauten Lache unserer Sitznachbarn genervt war, kam eine Komödie, bei der sehr viel gelacht wurde.

Meine Meinung
Wenn man den Inhalt dieses Films liest, könnte man auf die Idee kommen, es wäre eine typische Dreiecks-Beziehungs-Geschichte oder ein Behindertendrama, doch wenn man den Film gesehen hat, weiß man, dass dem nicht so ist, zumindest nicht nur.
Die Personen sind gut beschrieben, sodass man leicht Zugang zu ihnen findet. Die Figur des Protagonisten, welche von Robert Gwisdek so wundervoll dargestellt wird, ist so komplex, dass allein die Charakterzeichnung sehr interessant ist und Spannung vermittelt. Er ist kein Sympathieträger, da in keinster Weise auf die Mitleids-Schiene gesetzt wird. Er ist draufgängerisch und verletzlich, frech und empfindsam, und das in einer Mischung, die man nicht vorhersagen kann. Er leidet unter der Abhängigkeit, seit er im Rollstuhl sitzt, und unter dem Wunsch nach Liebe, doch eine Beziehung mit einer Behinderten kommt für ihn nicht in Frage. Er möchte nicht nur eine Partnerschaft, sondern Liebe, aber bemerkt pragmatisch: „Wer steht schon auf einen Typen im Rollstuhl?“.
Der Humor des Films ist recht trocken und beruht vorwiegend auf dem Zynismus Bens. Doch auch witzige Dialoge bringen den Zuschauer zum lachen. Die Leichtigkeit der Erzählung trotzt dem nicht sonderlich leichten Thema, ebenso wie die Kameraführung. So vermittelt die oft verwendete Vogelperspektive ein Gefühl von Freiheit, welche der Protagonist nicht genießen kann.
Gegen Ende wird der Film zudem noch etwas träumerisch, da die Träume Bens zu sehen sind und auch das Ende ist träumerisch schön und auch sehr überraschend. Mehr werde ich jedoch nicht erzählen. Man muss den Film einfach gesehen haben!

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