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[Buch.Rezension] „Im Durcheinanderland der Liebe“ von F. Lelord 7. November 2009

Posted by waldfeeee in Buch.Rezensionen.
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Autor: François Lelord
Verlag: Piper
Fortsetzung: –
ISBN-13: 978-3-492-25484-7
Preis: 8,95€ (TB)
Seitenanzahl: 250 Seiten
Tags:
Liebe
Leseprobe: –
Verfilmt: –
Meine Wertung: 

I n h a l t:
Ein junger Inuit kommt als Botschafter seines Stammes nach Paris. Obwohl sich alle für ihn interessieren, fühlt Ulik jeden Abend in seinem Hotel die Einsamkeit in sich aufsteigen, denn in seinem Land ist man niemals allein. Überhaupt ist Ulik verwundert. Im Land der Eskimos ist Liebe ein Austausch von Geschenken unter zwei Menschen, die einander brauchen. In Paris scheint man komplett andere Vorstellungen zu haben.

R e z e n s i o n:
Das erste Mal hörte ich von François Lelord im Philosophie-Unterricht und zwar als wir „Hectors Reise“ anfingen zu lesen (es jedoch aus Zeitmangel nicht beendeten). Da mir die niedliche Schreibweise gefiel und sich der Titel auch nicht schlecht anhörte, beschloss ich, mir das „Durcheinanderland der Liebe“ zuzulegen.
Als ich anfing es zu lesen, gefiel es mir – es war eine recht hübsche Geschichte – und hatte es auch relativ schnell durch, ABER: Trotz aller Niedlichkeit und Naivität, die der Protagonist mit sich bringt, kommt er nach einer Weile überaus oberflächlich rüber. Des Weiteren tänzelt diese Naivität immer mehr an der Grenze zur Dummheit.
Außerdem geht es in dem Buch nicht bloß um das Durcheinander, welches die Liebe mit sich bringt, sondern auch um verschiedene Arten von Menschen, wie zum Beispiel die Emanzen, welche ziemlich übertrieben dargestellt werden, so wie Macho-Männer, welche jedoch nicht so sehr beschrieben werden. Eigentlich geht es auch nicht wirklich nur um Liebe, da die Frauen komischerweise immer gleich mit unserem Ulik im Bett landen und zu Liebe eigentlich etwas mehr gehört.
Des Weiteren rückt immer mehr das Problem in den Vordergrund, wie kompliziert Frauen sind, und dass der Protagonist (und sein neuer Kumpel) sie nicht versteht. Eine solche Thematik, kennt man eigentlich schon zu genüge und hat eher gelangweilt, obwohl ein paar ganz interessante Ideen darunter waren.
Leider gibt es auch einige Wiederholungen, welche die Geschichte noch ein wenig langweiliger erscheinen lassen, wie z.B. die Frage, warum so viele Frauen und Männer in der Stadt allein leben, worauf hin Ulik folgendes erfährt: „Je höher eine Frau qualifiziert ist, desto mehr riskiert sie, ledig und kinderlos zu bleiben. Bei Männern ist es umgekehrt. Eine hübsche Sekretärin wird es letztlich immer leichter haben, unter die Haube zu kommen, als eine junge Frau mit Studium, die höhere Ansprüche hat und etlichen Männern Angst einjagt. Was eine Menge über die männliche Libido verrät…“ Darüber sollte man vielleicht ein wenig Nachdenken und hoffen, dass es auch andere Männer gibt. Welche es auch tatsächlich geben sollte, wenn man sich mal Herrn Sauer anschaut, dessen Frau (Merkel) die mächtigste Frau der Welt ist (laut Forbesliste) und das schon seit vier Jahren.
Es werden auch kulturelle Unterschiede in dem Roman deutlich gemacht, da die Welt der Inuit im Vergleich zu Frankreich beschrieben wird, wozu mir die Aussage von Jean-Jacques Rousseau einfiel: „Der Mensch ist im Naturzustand gut, erst die Zivilisation macht sie böse.“ Wobei „böse“ in diesem Zusammenhang nicht wirklich auf Ulik passt, jedoch werden auch seine Stammesmitglieder erwähnt… und möchte jetzt nicht zu viel erzählen. Auf jedenfall sollte man den Grund für Uliks Reise nach Frankreich angeben, und zwar ist dieser die Verhinderung der Zerstörung Uliks Inuit-Stammes, durch einen Ölkonzern.
Alles in Allem gibt es viele oft gehörte Ansichten, jedoch kann man auch ein paar interessante Denkanstöße finden, z.B. was die Frauen (angeblich?) heutzutage von einem Mann erwarten. Wen das interessiert, und wer sich nicht an der  kindlichen Schreibweise, sowie den oft gehörten Ansichten stört, dem ist dieses Buch zu empfehlen.

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Kommentare»

1. Francois Lelord: Im Durcheinanderland der Liebe (Hörbuch) « LeseLustFrust - 10. April 2010

[…] hören Interview mit dem Autor Rezensionen Helga König wald.Feees Blog Windhauch […]


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