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[Buch.Rezension] „Die Frau des Zeitreisenden“ von A. Niffenegger 10. Oktober 2009

Posted by waldfeeee in Buch.Rezensionen.
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Autor: Audrey Niffenegger
Verlag: Fischer
Fortsetzung: –
ISBN-13: 978-3-596-50983-6
Preis: 10,00€ (TB)
Seitenanzahl: 821 Seiten
Tags:
Sehnsucht, Liebe
Leseprobe: –
Verfilmt: Die Frau des Zeitreisenden
Meine Wertung: 

I n h a l t:
Clare ist Kunststudentin und eine Boticelli-Schönheit, Henry ein verwegener und lebenshungriger Bibliothekar. Clare fällt aus allen Himmeln, jedes Mal aufs Neue, wenn Henry vor ihr steht. Denn Henry ist ein Zeitreisender, ohne jede Ankündigung verstellt sich seine innere Uhr. Plötzlich und unerwartet stürzt er los, nie ist sicher, aus welcher Zeit er kommt und in welcher Zeit er bei Clare landet, aber immer ist sicher, dass er wieder bei ihr landet. Als sie sich das erste Mal begegnen, ist Clare sechs und Henry 36, aber in Wahrheit ist Henry nur acht Jahre älter als sie und schon lange mit ihr verheiratet. Absurdes wird zur Normalität. Seine Zeitreisen sind das brennende Geheimnis, das Henry und Clare mit jeder Trennung noch inniger vereint.

R e z e n s i o n:
Zu Beginn ist die Geschichte ein wenig verworren, jedoch, sobald man sich an die Zeitreisen gewöhnt hat, lässt einen das Buch nicht mehr los. Es ist einfach eine zauberhafte Geschichte über Liebe und Sehnsucht. Es ist wie das Leben selbst, es werden wunderschöne Momente beschrieben, wie auch zutiefst traurige. Vielleicht kommt es daher, dass man die, sozusagen, interessantesten oder wichtigsten Momente aus Clares und Henrys Leben erfährt?! Zwei die einander brauchen, auf einander warten, haben eine lange Zeit zu durchqueren, voller Kunst, Literatur, Drogen, Punkrock, Politik und selbst der 11.September 2001 wird geschickt erwähnt.
Wie schon zu Beginn gesagt, kommt man wegen der Zeitsprünge ein wenig durcheinander, jedoch machen sie die Geschichte gerade interessant, da die Geschichte aus der Sicht Henrys, aber auch aus Clares Sicht erzählt wird und man somit manchmal zuerst die eine Seite erfährt und erst am Ende des Buches die andere Seite, welche manchmal eine komplett andere Sichtweise erzählt, oder aber Fragen beantwortet, die die erste Sichtweise aufgeworfen hat.
Ein weiterer Aspekt der eine bedeutende Rolle in der Geschichte spielt, ist das Schicksal. Henry kann durch seine Zeitreisen in die Zukunft blicken, doch muss stark darauf achten, was und wie viel er den Menschen erzählt, da das Schicksal unabwendbar ist und sich einige damit nicht abfinden wollen. An dieser Stelle ist zu sagen, dass ein Versuch gestartet wird, von Henry und Clare, sich gegen das Schicksal zu wenden, doch auf Grund des Risikos und der Ungewissheit, was eine kleine Änderung ausmachen kann, lassen sie es lieber und man erfährt nicht, was passiert wäre.
Auch wenn der Roman im großen und ganzen recht logisch klingt, kommt mir eine Sache eher unlogisch vor, und das ist, wenn Henry sein jüngeres/älteres Ich trifft, da es dann ja plötzlich zwei Henrys gibt. Jedoch findet man hierzu keine Erklärung.
Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass es sich, trotz der Geschichte eines Zeitreisenden, nicht um einen Science-Fiction-Roman handelt, da das Thema des Zeitreisens aus der Sicht einer Liebesgeschichte gesehen wird. Es stehen nicht so sehr Henrys Zeitreisen im Vordergrund, sondern vielmehr geht es um Clares Zurückbleiben und ihrer Sehnsucht nach der Liebe ihres Lebens, mit der sie zwar zusammen ist, sie jedoch immer wieder gehen lassen muss.
Es ist eine tief berührende und zugleich unendlich traurige Liebesgeschichte, die mit so wenig Kitsch und Vorhersehbarkeit auskommt, auch wenn sie die immerwährende große Liebe beschreibt. Es ist ein anspruchsvoller Roman, der einen zum Nachdenken anregt, den man lange in Erinnerung behalten wird und den man nicht nach einmaligem lesen einfach in die Ecke legen kann. So erging es mir jedenfalls ^-^ Definitiv eine der schönsten Liebesgeschichten die ich je gelesen habe.

Empfehlen kann man diese Geschichte Menschen, die Liebesromane mögen, die ein wenig anspruchsvoller sein dürfen und Menschen die Phantasie nicht gleich als Schwachsinn abstempeln, vielleicht auch Menschen, die sich ein wenig mit Clare identifizieren können, da sie zwar nicht zeitlich, jedoch geografisch von ihrem Liebsten getrennt sind.

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